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Serpent Soul Beyond Humanity www.serpentsoul.de >> Bericht ansehen
Bloodchamber Edge Of Thorns "Ravenland" www.bloodchamber.de >> Bericht ansehen
Westzeit The Company www.westzeit.de >> Bericht ansehen
Rockhard The Company www.rockhard.de >> Bericht ansehen
Bright Eyes Magazine The Company www.brighteyes.de >> Bericht ansehen
Powermetal.de Chief Rockaz www.powermetal.de >> Bericht ansehen
Stuttgarter Nachrichten Chief Rockaz www.chiefrockaz.com >> Bericht ansehen
DasDing Chief Rockaz / Best Of 2004 www.dasding.de >> Bericht ansehen
Rhein-Zeitung Perle am Rhein www.rhein-zeitung.de >> Bericht ansehen
studio magazin online Letztes Aufgebot? www.studio-magazin.de >> Bericht ansehen
Bright Eyes Magazine Serpent Soul www.brighteyes.de >> Bericht ansehen
Vampster Belgarion www.vampster.com >> Bericht ansehen
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  ... und zu guter Letzt  

 

 
 
Bild Catastrophe Ballet www.bild.de >> Bericht ansehen
Hardline Magazine VAMP - The rich don´t rock www.hardline-magazine.de >> Bericht ansehen
 
 
 
Serpent Soul - Beyond Humanity

Jesus mutherfuckin‘ Christ !!Was für ein Brett !!Serpent Soul, die Melodic-Groove-Trasher aus Brilon, haben eine neues Demo produziert, was richtig in den Hintern tritt. Die Band um Gründungsvater Jens hat sich nach ihrem ersten Demo „Eternal Rape“ gewaltig entwickelt und zeigt auf der aktuellen CD „Beyond Humanity“, wo der Hammer hängt. Eine saubere Produktion vom Kult-Studio „Perle am Rhein“ unterstützt die fetten Songs durch einen präzisen und druckvollen Sound, der bei einem Demo nicht alltäglich ist. Doch die wahre Qualität dieses Demos findet man im Songwriting. Sauber strukturierte Songs, mit einem leichten Touch von Iron Maiden bei der Gitarrenarbeit, sehr fetter Gesang und ein nicht übertriebenes, sondern druckvolles und eingängiges Drumming runden das Ganze ab. Die Songs schaffen es sofort, jegliche Nebentätigkeit beim Musik hören zu vergessen und gebannt zu lauschen. Selbst dem müdesten Mosher sollte es beim Konsum dieser CD in der Nackenmuskulatur zucken. Der, meiner Meinung nach, beste Song der CD ist „Revenge“, doch fällt es mir schwer, einen wirklichen Favoriten auf dieser CD zu finden. So ist alles, was das Headbanger-Herz begehrt, auf dieser CD zu finden. Von Highspeed Geknüppel bis zu Midtempo Groove-Gemoshe. Dieser Band ist der Erfolg wirklich zu finden und ich hoffe, dass man die Jungs mal in Kassel zu sehen bekommt. Einziger Minuspunkt die die viiiiiiiieeeeel zu kurze Spielzeit. Beim nächsten Mal mehr, BITTE !!!

Das ultimative Ulath-Urteil: Für mich eines der Besten Demos des Jahres !! Absolut und für jeden empfehlenswert !!!

Ulath

(Spielzeit: 19 min / VÖ: 2004)

 
 
 
BLOODCHAMBER (webzine) - Edge Of Thorns "Ravenland"

„Ravenland“ ist das erste Full Length Album der Fraktion aus NRW, und die kann sich schon wirklich hören lassen. Wie schon gesagt regiert hier ganz der Power Metal im Stile von RAGE oder auch ICED EARTH. Meist eher im hymnischen Mid Tempo Bereich, was aber vollkommen genial zur dargebotenen Musik passt, denn viele der Tracks sind eben solche Hymnen (oftmals auch mit schönen Chören unterlegt). Doch es werden auch mal schnellere Töne angeschlagen („Riders of the Storm“). Besondere Highlights auf dem Silberling sind der Titeltrack und das düstere „Shadowking“.

Zum Abschluß der CD bekommt der Hörer noch eine Ballade vorgesetzt, die aber nicht wie es so oft vorkommt als Füller dient. Hier kommt echte Atmosphäre auf und man kann dem Text irgendwie nachfühlen.

Besonders fällt auch auf, dass Sänger Dirk auch nicht auf dem alten Klischee des Eunuchen Geschreis herumreitet, sondern mit einer raueren, druckvollen Stimme glänzt, die eher im gemäßigterem Bereich anzusiedeln ist. Herausstechend für eine Underground Band sind auch die teils wahnwitzigen Gitarrenläufe, die von enormen songwriterischem Können zeugen. Aufgenommen haben die Jungs ihr Album in der „Perle am Rhein“, und Produzent Ricolf Cross hat hier ganze Arbeit geleistet, denn ich habe in letzter Zeit kaum eine Newcomer Scheibe gehört, die ähnlich klar und druckvoll aufgenommen wurde. Ganz dickes Lob dafür. Doch auch die restliche Aufmachung der Schiebe ist aller Ehren wert. 8 Seiten Booklet komplett mit allen Lyrics und dem ganzen schönen Schnickschnack, der eine CD erst so richtig schön macht. Aus all dem kann man nur ein Fazit ziehen, und zwar dass „Ravenland“ ein absoluter Tip für Power Metal Fans ist, die sich nicht nur auf den Major Bereich verlassen. Erhältlich ist die CD bei der Band selbst, am besten via deren Homepage.

(bd) 26.11.2003

 
 
 
WESTZEIT - THE COMPANY - "Awaking Under Dogs" (System Shock/SPV)

Fünf Jahre nach dem letzten Streich "Frozen By Heat" meldet sich die rheinländische Trash-Core Kapelle mit neuen Gitarristen (jetzt 2!) und neuem Tonträger zurück. Auf dem hervorragend produzierten Werk verbindet die Band ihre puren Trashmetal-Roots mit Hardcore-Einflüssen und modernen Elektronikloops, die das Gesamtbild stimmig abrunden. Beat- und Riffbetonte Jump-Smasher sind genauso wie nackenbrecherische Uptempo-Brecher und eine gnadenlos rockende Version des 80er-Hits "you Spin Me Round" enthalten und dürften Freunde aus jedem Lager metallischer Musik ansprechen. Unbedingt anchecken!

Bob Wheeler III.

 
 
 
ROCKHARD - THE COMPANY - "Awaking Under Dogs" (System Shock/SPV)

Ihre Plattenfirma will uns das Quintett als reinen Thrash Metal-Act verkaufen. Damit bin ich aber gar nicht einverstanden, denn was uns das dritte Album der Teutonen bietet, fällt eher in die Kategorie "Crossover", der als Fusion des Old School-Thrash Metal der Bay Area-Prägung und Synth-Programming des 21. Jahrhunderts verstanden werden soll. Nicht, dass zuvor nicht auch andere Bands auf diesem Terrain experimentiert haben, aber was THE COMPANY bieten, hat wenig mit dem ultrabrutalen, kalten Sound von Fear Factory (R.I.P.) oder dem kreativen Chaos der verrückten Finnen von Waltari zu tun, sondern geht eher auf den Mix von Elektro- und Gitarrensound der Vordenker und leider viel zu früh verblichenen Krupps zurück. Interessant machtdie Scheibe dabei vor allem, dass sich die zwölf Songs in drei Schubladen packen lassen: Da gibt es einmal die reinen Thrash-Nummern, dann Thrash-Songs mit einem dezenten und drittens mit einem extremen Synth-Programming-Einschlag, für dessen Umsetzung sicherlich Produzent und Programmierer Ricolf Cross verantworlich ist. So entstand eine abwechslungsreiche Scheibe, die außer der Schlussnummer ´The Spirit Of Paul Weller´ und der lieblosen Coverversion von Dead Or Alives Dancefloor-Klassiker ´You Spin Me Round (Like A Record)´ eine Menge Thrash-Granaten unterschiedlicher Facetten zu bieten hat und über weite Strecken so bissig ist wie die blutrünstige Töle auf dem Cover.

Wolfram Küper

(Spielzeit: 53:58min)

Anmerkung von uns: Die Jungs vom Rockhard sollten sich die Lesebrille schärfen lassen: Der Outro-Song heisst natürlich nicht "The Spirit Of Paul Weller" (Sänger der Brit-Pop-Band "The Jam", inzwischen solo) sondern "The Spirit Of Paul Aner" und bezieht sich damit auf ein - selbstverständlich alkoholfreies - bayrisches Kaltgetränk welches uns bei der Recording-Session stets inspiriert hat.

 
 
 
Bright Eyes Magazine Print and Netzine - THE COMPANY

THE COMPANY sind wahrlich keine Underdogs, allerdings haben sie den richtigen Durchbruch auch nicht geschafft, obwohl man aus vorigen Projekten bekannt war und nicht als Neuling in die Szene geschlittert ist. Doug Pierce (Ex-Heathen) und Ingo Farrano (Ex-Vamp) hauen mit "Awaking Under Dogs" mächtig auf die Tonne. Straighter Thrash Metal, der direkt ins Blut geht. Dass die Band nicht so hip ist, liegt wahrscheinlich daran, dass man mit Thrash Metal in den letzten Jahren keinen Blumentopf gewinnen konnte. Mit "Awaking Under Dogs" versuchen die Amis auch Stilelemente anderer Metal-Bereiche mit einzubauen, was die Scheibe sicher nicht schlechter macht. Die Scheibe wirkt relativ variabel, was neben der guten Produktion einer der Pluspunkte ist. Alles in allem wird solide Musik geboten, man versteht es aber nicht Glanzpunkte zu setzen. Gutes Mittelmaß.

Rene Otto

 
 
 

Powermetal Webzine vom 16.06.2005 - Chief Rockaz  'Blessing To Nightmare'

 

www.powermetal.de

 

Das aus Andernach nicht noch mehr Rockbands stammen ist schon verwunderlich. Sollte doch immerhin in der Einbildung jedes Jahr in der Ferne das Dröhnen des größten Rockfestivals Deutschlands vom Nürburgring zu hören sein. Nun ja, zumindest von einer Rockband aus dieser Stadt kann man berichten, welche auf den Namen CHIEF ROCKAZ hört. Bei einer solchen Anrede und mit einer Gitarre spielenden Comic-Figur auf dem Cover kann der Name ja nur Programm sein. Wer wie angekündigt auf New-Metal wartet wird bei den beiden ersten Liedern der Eifelaner wohl aber überrascht sein. Mit dem Titellied zur EP "Blessing To Nightmare" macht man nämlich eher Bands wie TIAMAT und in Ansätzen 69 EYES Konkurrenz. Auch wenn die Band überhaupt nicht so wirkt, fallen der Opener und auch das sich anschließende 'Love' recht düster aus. Dazu kommt, dass man sich bei der Laufzeit der Tracks auf Bombast-Metal-Niveau bewegt.


Erst bei 'Your Lies' werden vereinzelt genre-typische Aspekte im Gitarrenspiel deutlich. Den Hang zum hallenden Klang der Instrumente und die Verstrickung dieser mit jeder Menge Synthesizer-Spielereien legen CHIEF ROCKAZ dafür allerdings keineswegs ab.
Besonders positiv tut sich Sänger Angelo hervor, der sich mit seiner Stimme zu keiner Zeit verstecken braucht. Durch den dunklen Einstieg in das Album führt er mit starken Vocals, die verdaulicher sind, als die eines Ville Vallo, dafür aber auch nicht so signifikant. Ab und zu blitzt sogar durch, dass er, wenn er denn wollen würde ähnliche Härte wie David Draiman zu den Debützeiten von DISTURBED auspacken kann. Dafür wirkt sein klarer und weicher Gesang aber schon fast zu schade. Härte ist auch eigentlich nicht besonders wichtig, schafft er doch auch so schon sehr verschiedene Facetten in seiner Stimme zu entwickeln. Die Musiker hinter ihm stehen ihm dabei in nichts nach. Keines der Instrumente macht je den Eindruck Monotonie zu erzeugen.
Die schönsten Melodien zaubern die Andernacher in 'Love', das mit einem furchtbar eingängigen Refrain und dezentem Piano-Spiel aufwartet.

Die CHIEF ROCKAZ überzeugen an allen dunklen, harten und auch runden Ecken, die das Album zu bieten hat. Und da man heutzutage ja einfach alles, was nicht so richtig in ein Genre passen will als "alternativ" bezeichnet, ist für diese Band dieser Ausdruck auch richtig. Von Schmusen bis Abrocken, die CHIEF ROCKAZ bedecken ein breites Spektrum in den wenigen Liedern, die " Blessing To Nightmare" zu bieten hat, das dank seiner langen Einzelliedlaufzeit auch auf eine ordentliche Gesamtzeit von fast einer halben Stunde kommt. Eingängig schön wie die Natur der Eifel und so facettenreich wie das Wetter dort, wenn man einmal im Jahr da zeltet.

Anspieltipps: Love, White Shadows

michael langlotz
 

Anmerkung von uns: Der Nürburgring ist zwar nicht weit, aber Andernach liegt im Rheinland und nicht in der Eifel!

 
 
 

Stuttgarter Nachrichten vom 11. September 2004

 

Internetmusik als Karrieresprung

 

Der leise Vormarsch einer lauten Band

 

VON DOMINIK THEWES

 

  Schlüssel rumgedreht, Radio angemacht und nichts wie ab in den Probenraum der Chief Rockaz. Nach Feierabend ist Schoski der Leadgitarrist. Wie immer hört er unterwegs „Das Ding – Nezzparade“ Doch diesmal erlebte er eine echte Überraschung.

„Das war echt der Hammer“, sagt Schoski: „Die haben unseren Song auf dem Sender angekündigt.“

   Rückblick: Damals waren die Chief Rockaz gerade seit zwei Monaten eine vollständige Band. Der Rythmusgitarrist Hendrik J.K. ist als jüngstes Mitglied zu den Musikern Angelo Vegas (Gesang), Ricolf Cross (Bass), Peter Adamowicz (Schlagzeug) und Schoski - so die Künstlernamen der bis dato unbekannten Combo - hinzugestossen. Gemeinsam verfeinerten sie ihren ersten Song.

   „Wir stellten ‚Minority’ ins Internet und wollten abwarten was passiert“, erinnert sich Schoski. Mit den schnellen Erfolgen bei mp3.de und BeSonic hatten sie jedoch nicht gerechnet. Über BeSonic wurden die Macher bei „Das Ding“ auf die junge Band aufmerksam.

   Seit die Chief Rockaz den Einstieg in die Nezzparade-Charts geschafft haben, gibt es in Andernach – der Heimatstadt der Formation – einen neuen Kult. In ihrer Stammkneipe V8 feiert eine wachsende Fangemeinschaft jeden Mittwoch den Erfolg der Pfälzer.

   Die Chief Rockaz wissen sehr wohl, dass sie ohne das Internet auf die Party verzichten müssten. „Wenn man gute Musik ins Netz stellt, wird sie gespielt“, sagt Schoski und fügt selbstbewusst hinzu, „Linkin Park“ verdanken ihren Erfolg auch dem Netz.“ Nur aber auf das Netz verlassen sich die Jungs keineswegs. Mit ihrer Musik, die an Limp Bizkit oder Nickelback erinnert, drängt es sie auf die Bühne. „Man muss gesehen werden, um Fans zu bekommen“, sagt Schoski und warnt schon mal vor: „Wir werden sehr präsent sein nächstes Jahr.“

   Einen Vorgeschmack gibt es im Oktober. Dann wollen die Chief Rockaz ihre Demo-CD den Fans im V8 vorstellen. An weiteren Liedern wird bereits gebastelt. „Auf der nachfolgenden CD sollen auch ein paar Balladen sein“, verrät Schoski.

 

Anmerkung von uns: Andernach liegt natürlich nicht in der Pfalz, sondern im Rheinland. Auch über Köln, wo Angelo und Hendrik leben, könnte man Vergleichbares behaupten. Unser Studio heißt ja auch nicht "Perle der Pfalz"...

 

 

 
 

Best Of 2004 Netzparade

         

DasDing (SWR Radio) Website am 29.12.2004:

 

2004 geht zu Ende und auch in der DASDING Netzparade gibt es einen (musikalischen) Jahresrückblick:
Steffen spielt dir heute ab 19 Uhr nochmal die besten Songs aus einem Jahr Netzparade. Mit dabei natürlich alle Nummer eins-Stücke, die besten Newcomer aus dem Sendegebiet und eine Menge Musik aus dem Netz - alles auf jeden Fall weit weg vom Mainstream! Mit dabei zum Beispiel:
CHIEF ROCKAZ, JUPITER JONES, THE KILLERS, DAS KREFT, MOSES PELHAM, DEVE & MENI, JACKIE COLA, PEACHES, HIGHFLY und viele mehr. Deine Lieblingsmusik aus mehr als 50 Ausgaben der Netzparade - Steffen hat heute die Best-Of-Netzparade-Show!

 
 
 
studio magazin online

Letztes Aufgebot?

‚Diese fertigen, (früher einmal) weißen Nike-Sportschuhe wurden von einem 19jährigen Girlie ständig, meist barfuss, zu allen Gelegenheiten (vor allem beim Sport, zum Joggen, zum Tanzen, etc.) getragen. Sie sehen schon ziemlich fertig und ausgelatscht aus und riechen sehr stark nach mir. Größe sowie Innenaufschrift sind nicht mehr zu erkennen, da total abgetragen, passen mir aber mit Größe 40. Ich würde sie nun gerne an Dich, Liebhaber oder Sammler abgeben. Bei Geboten ab 25 Euro gibt es die Socken gratis dazu…'. Dies ist nicht etwa eine meiner absonderlichen Freizeitfantasien, sondern der Originaltext eines eBay-Angebotes. Vielleicht noch eine kleine andere Kostprobe? ‚Diesen Slip habe ich sehr oft und gerne getragen!! Gr. 34. Du kannst diesen Slip auch für 10,00 Euro sofort kaufen, Du musst mir nur eine kurze Mail schicken!! Als Zugabe bekommst Du dann noch ein Bild von mir ohne Slip (per Mail)!'

Das dürfte zur Einstimmung reichen, oder? Als ich vor vielleicht jetzt fünfzehn Jahren zum ersten Mal an dieser Stelle vor dem Mietpreisverfall in deutschen Studios warnte, war mir das Ausmaß der Katastrophe, wie sie sich für uns alle heute darstellt, noch nicht bewusst, denn in der Gesellschaft der eben zitierten eBay-‚Angebote' wird mittlerweile auch Studiozeit versteigert. Mit einem Startpreis von 20 Euro fand ich zum Beispiel ein Angebot für professionelles CD-Mastering, immerhin für drei Titel und ein Radio Short Cut, in einem ‚Highend-Studio'. Der Blick auf die Equipment-Liste erweckte in mir eher den Eindruck, dass hier jemand, der nichts hat, jemanden beeindrucken möchte, der noch weniger hat. Selbst 20 Euro sind unter diesem Gesichtspunkt noch Wucher. Ein weiteres Beispiel, schon etwas cleverer, ist ein Angebot für ‚Vintage'-Mastering, was immer das bedeuten mag. Für 22 Euro Startpreis, oder was am Schluss dafür geboten wird, kann man ein Test-Mastering machen, um dann bei Gefallen zum normalen Tarif weiterzumachen. Diese Steigerei kann natürlich auch böse nach hinten losgehen, so stand zum Beispiel eine beobachtete Auktion für zehn Tage Studioproduktion beharrlich bei 68 Euro und ein anderes Studio hat real 108 Euro für drei Tage Produktion erzielt. Kann es noch schlimmer werden? Entweder steht hier eine große Zahl von Vermietstudios mit dem Rücken zur Wand und nutzt aus Verzweiflung jede Möglichkeit, um noch irgendetwas zu tun zu bekommen, oder aber man betrachtet die Auktionsplattform eBay inzwischen als clevere Marketingalternative, naive Kundschaft, die vom Superstar-Dasein träumt, mit Dumping-Angeboten ins Haus zu locken, um sie anschließend mit Zusatzleistungen zum Normaltarif doch noch angemessen aus- (nicht auf-) nehmen zu können. ‚Einmal singen wie ein Superstar', auch das habe ich bei eBay gefunden, tatsächlich mit hochwertiger technischer Ausstattung à la Manley Voxbox und Lexicon 480L. Sofort kaufen für 120 Euro. Abzocke Ahnungsloser oder letzter Hilferuf eines Studios am Abgrund? Und noch ein Angebot für 120 Euro: acht Arbeitsstunden inklusive Tontechniker mit professionellem Equipment. Jede eher günstige Maurer- oder Elektrikerstunde für 35 Euro plus Material bei wesentlich geringerem Investitionsvolumen muss ein solches Studio doch schon blass werden lassen. Hätten wir doch bloß etwas Anständiges gelernt. Es gibt auch etwas realistischere Angebote für 250 Euro (acht Stunden und 50 CDs als Extra), die zumindest Strom und Miete bezahlen helfen, wenngleich ich nicht sicher bin, ob der inkludierte Tonmeister dabei auch noch 1 Euro 50 für sich abzweigen kann. Es ist ein echtes Drama. Es gibt keinen Geschäftszweig, der bei unverhältnismäßig hohen Investitionen so wenig Geld verdient. Liegt es vielleicht doch daran, dass nur wenige in diesem Gewerbe kaufmännisches Know-how besitzen und in Kiosk-Manier alles Geld in der Kasse als Gewinn betrachten? Und wovon lebt dann eigentlich die Pro-Audio-Industrie? Vielleicht sind es ja doch die Ausnahmen von der Regel, die besonders auffällig werden und uns das Blut in den Adern gefrieren lassen. Ich kann es nur hoffen…

Übrigens, bevor ich es vergesse: Vielen Dank an Susanne, die mich erst auf das Thema gebracht und die eBay-Studio-Angebote für mich recherchiert hat…

Fritz Fey

 
 
 

Serpent Soul – Beyond Humanity   Bright Eyes Mag (Print and Webzine)

Label: Independent/Risestar
Jahr: 2004

 

Tracklist:

1. Serpent Soul
2. Beyond Humanity
3. Revenge
4.
Doomsday

 

 

 

Melodischer Death/Thrash/Speed aus Deutschland, der über eine chilenische Promo-Company in Bayern eintrudelt? Ja! Genau so ist es in diesem Falle, also los: SERPENT SOUL haben sich im Jahre 2001 zusammengefummelt und nach ihrem ersten Demo („Eternal Rape“) ein weiteres dieser Art eingeklopft, eben „Beyond Humanity“. Vier Nummern und exakt 19 Minuten lang drischt das Sextett meist ordentlich einen weg und macht dabei eine recht gute Figur. Die äußerst gradlinige Gitarrenarbeit bietet ein mächtiges Fundament für die gemeinen Shouts und Growls von „Sänger“ Alex, der den Bogen zu sinnlosem Gegrunze hin aber nie überspannt. Das etwas langsamere ‚Revenge’ macht deutlich, dass SERPENT SOUL durchaus über kompositorisches Geschick verfügen und echt Melodie in ihren harten Tobak integrieren können. SERPENT SOUL sind somit gar nicht sooo weit weg von In Flames und dass dieser Stil derzeit echt gefragt ist, kann man auch an den jüngsten Festival-Erfolgen der Schweden ausmachen. Insofern stehen die Zeichen auf Sturm für SERPENT SOUL, die mit ihren Fähigkeiten locker bei einem etablierten Metal-Label mitmischen könnten.

10 von 13 Augen
Bernd Joachim

 
 
 

VAMPSTER - Belgarion - Hopelessness

Während die große Fantasy-Romanfigur Belgarion der Malloreon Saga von David Eddings fünf Bücher brauchte, um seine Suche zu beenden, sitzt die Metal Combo Belgarion aus Kassel bereits mit ihrer ersten Veröffentlichung erstaunlich fest im Sattel. Belgarion präsentieren sich auf den 5 Stücken dieser CD sehr midtempo-lastig. Die Songs umgibt ein mystischer Groove, der sie immer weiter vorantreibt, aber niemals der dunklen Grundstimmung entkommen lässt. Belgarions durchaus vorhandener eigener Stil definiert sich um wenige reinrassige Metal-Riffs, die das Fundament der Songs bilden. Sie wiederholen sich sehr oft, werden aber immer wieder neu mit den unterschiedlichsten Melodieeinsprengseln der Gitarre veredelt. Auch die Schlagzeugarbeit bringt Abwechslung in entscheidenden Momenten. Für den Feinschliff sorgen die cleanen Vocals von Martin Graf, die immer cool und lässig, niemals exstatisch aber trotzdem gefühlsbetont klingen. Er legt besonderen Wert auf die richtige Betonung der Worte und das steht der Stimmung der Songs sehr gut. Trotzdem verspricht dieser Stil nicht viele Variationsmöglichkeiten. Auf komplette Albumlänge würde wahrscheinlich auch bei mir die Grenze zu Eintönigkeit überschritten. Das ahnt vermutlich auch die Band. Nicht umsonst wurde der abwechslungsreichste und beste Song, Titeltrack und Halbballade „Hoplessness“ genau in die Mitte der Eigenproduktion gesetzt. Beim zweifarbigen Booklet und Cover wurde noch mehr als beim transparenten gutklassigen Sound auf unnötigen Schnörkel verzichtet und so kann man sich für den Bezugspreis von 10,- DM (excl. P+V) ein cooles „value for money“ Schnäppchen ins Haus holen.

Kontakt: Martin Graf, Auf dem Borneberg 30, 34253 Lohfelden, e-Mail: kontakt@belgarion.org

www.vampster.com metal underground culture (webzine)

 
 
 
Hekate - "Goddess"

Nein, sympathisch wird mir das eurozentristische Weltbild vieler Neo Folk Formationen wohl nicht mehr werden, wobei ich Hekate mangels Hintergrundwissen über die Band nirgendwo verorten bzw. gewiss nicht in die Nähe äußert obskurer Formationen stellen möchte. „Goddess“ jedenfalls stellt eine Art Konzeptalbum dar, in dessen Mittelpunkt europäische Mythen und Legenden aus verschiedenen Zeiten und Kulturen stehen. So vielseitig wie die Texte sind, ist auch die Musik angelegt, von der mitunter schon eine gewaltige Faszination ausgeht. Da wäre zum Beispiel das wuchtige und finstere „Moritori e Salutant“, welches einen mit seiner opulenten mittelalterlichen Instrumentierung in den Bann der Todgeweihten zieht. Und wie selbstverständlich folgt darauf ein sanftes Stück namens „Flammenlied“, vornehmlich elektronisch arrangiert und vom wunderschönen Gesang von Susanne Grosche getragen. Überhaupt ist sie maßgeblich für die Wirkung vieler Songs verantwortlich und überrascht immer wieder mit ihrer Vielseitigkeit. So verwendet sie bei „Lord of Heaven“ an Anne Clark anglehnten Sprechgesang und erinnert bei „Morgan le Fay“ an Candia von Inkubus Sukkubus, um später bei dem sehr tanzbaren Dark Wave-Stück „Ocean Blue“ nahezu engelsgleich zu klingen. Ausdrucksstärke hat teilweise auch der Gesang von Axel Menz, dessen starker deutscher Akzent bei den englischen Texten jedoch schon mal die Atmosphäre trübt. Recht gewöhnungsbedürftig klingt für meine Ohren auch die Kombination von elektronischen Beats und archaisch wirkender Percussion („Montsegúr“, „Europa“), doch ein gewisser Flair ist dieser Fusion gerade dank dem wirklich exzellenten Sound nicht abzusprechen. Hekate haben zweifellos die Ansprüche für dieses Album sehr hoch angesetzt und zur Umsetzung kann gratuliert werden. Gut möglich, dass dieses Album in der schwarzen Szene für einigen Aufruhr sorgen wird.
Wie es bei Prophecy und seinen Sublabels mittlerweile schon fast zum guten Ton gehört, erscheint übrigens auch „Goddess“ zusätzlich im 2CD-Digipack (inklusive Remixen von diversen Hekate-Stücken). (Volker)

 
 
 

Catastrophe Ballet - "Modern Primitives"

HAMMER:

"Ein nahezu perfektes Rock-Schauspiel, das Zuhörer aus allen Lagern in seinen Bann schlagen wird."

ZILLO:

"Ein Album, das stilgerecht die Transformation des traditionellen Gothic ins neue Jahrtausend dokumentiert."

SONIC SEDUCER:

"Alle 'open minded' Musikfreunde sollten sich dieses Teil zulegen! Ist gekauft..."

ORKUS:

"Eric Burton und Band zeigen auf 'Modern Primitives', wie guter Dark-Rock klingen kann."

TEXTUNDTON:

"Genug der Lobrede, denn an dieser frischen Platte, werden die Szenegänger nicht vorbeikommen."

 
 
 

Bildzeitung - Catastrophe Ballet

 
 
 

Hardline Magazine - VAMP - THE RICH DON'T ROCK

Tom Bellini - vocals Ricolf Cross - guitar Oliver Scholz - bass Dicki Fliszar - drums

Vamp stammen aus der damaligen Hauptstadt unserer Republik, Bonn und waren meines Wissens nach die erste deutsche Hard Rock-Band, die es geschafft hat, direkt bei einem amerikanischen Label zu unterschreiben. Hört man sich die Scheibe an, so kann man nur sagen, kein Wunder. Vamp klingen auf "The Rich Don't Rock" amerikanischer als jede amerikanische Band. Ein Knaller jagt auf dieser Scheibe den nächsten, angefangen beim Opener "Heartbreak, Heartache" über den absoluten Hammersong "The Rich Don't Rock" bis hin zum abschließenden "Why". Wenn man sich fragt, warum es Vamp nicht geschafft haben, so gibt es nur eine Antwort: Auf diesem Album befindet sich keine Ballade! Es wird von vorne bis hinten gerockt. Nur der Track "Renegade" ist ein wenig ruhiger und zeichnet sich durch ein gewisses Südstaaten-Flair aus, aber eine typische Ballade für die Charts ist dies auch nicht. Somit blieb es für Vamp bei dieser einen Veröffentlichung, für die sich aber jede Investition lohnt. So muß amerikanischer Hard Rock klingen
Carsten Baar

(VÖ: 1989)

 
 
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